„Bergmesse“

 

Der „Monte Scherbelino“ hat nun ein Gipfelkreuz. Am Samstag, 14. September 2019 wurde es eingeweiht und der Müllberg erlebte einen unerwarteten Besucheransturm. Was die Gersthofer an ihrem Berg lieben und wie er eigentlich künftig heißen soll.

Von  Diana Zapf-Deniz

Um 14 Uhr läuteten am Samstag die Kirchenglocken von Sankt Jakobus – das war das Zeichen, dass die Bergmesse samt Gipfelkreuzeinweihung und Segnung sattfindet. „Gipelkreuz? In Gersthofen? Das ist ja wohl der Gipfel!“, denkt so mancher amüsiert und erstaunt zugleich. Ja, in der Ballonstadt ist man dem Himmel auf dem Müllberg nun ein Stückchen näher und es ist, als berühren sich Himmel und Erde.

Das Wetter hätte für diesen einzigartigen Anlass nicht schöner sein können: Blauweißer Himmel, strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen. Zur Bergmesse sind rund 500 Menschen gekommen, um den ökumenischen Gottesdienst zu feiern. Die Schwäbischen Musikanten, seit diesem Jahr die Gerry Fried Big Band genannt, umrahmten die Messe festlich und musikalisch zugleich. Nach dem etwa 20-minütigen Aufstieg, kurz vor dem Ziel, hörte man aus der Ferne schon, man mochte es kaum glauben, Alphörner. Und tatsächlich setzten die Baarer Alphornbläser dem großartigen Festakt ein Krönchen auf. Auf dem Berg bot sich dann ein herrlicher, fast paradiesischer Anblick und Ausblick.

Zur Einweihung des Gipfelkreuzes kommen viel mehr Besucher als erwartet. Die meisten fanden Platz auf den Bierbänken, aber es standen auch viele an den Geländern um den großen Aussichtspunkt. Die Gabionenbänke luden ebenso zum Verweilen ein wie die Steinquader um das Kreuz sowie die große Wiese.

Das Rote Kreuz beförderte gleich mit mehreren Kleinbusfahrten Menschen, die schlecht zu Fuß sind, nach oben und natürlich auch wieder nach unten. Die Feuerwehr sorgte für Sicherheit. Die Stadt Gersthofen spendierte Getränke und am Ende gab es vom Backhausteam mit Diakon Christian Wolf und Lorenz Dirr selbstgebackene Jubiläumsbrote. Die fleißigen Bäcker hatten bereits seit 6.30 Uhr morgens 110 Laib Buttermilchbrote mit Koriander, Kümmel und Anis aus 50 Kilogramm Teig hergestellt. Das Brot duftete lecker. Doch nur wenigen gelang es, ein Stadtbrot zu ergattern. Innerhalb weniger Minuten waren die begehrten Brote weg.

 

Die Messe gehört zum Stadtjubiläum

Diese ökumenische Veranstaltung gehörte zum 50-jährigen Stadtjubiläum. Bürgermeister Michael Wörle überreichte Ernst Winter, Abteilungsleiter TSV Alpin, ein Geschenk. Denn Idee und Umsetzung des Gipfelkreuzes kam von den Gipfelstürmern, die heuer ebenfalls ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Eigentlich hätten sie ja lieber einen Skilift gehabt. Doch Vorschriften und Klimawandel mit nicht schneesicheren Wintern brachten nun das Kreuz auf den Gipfel. Richtig gut fänden es viele, wenn dieses schöne Ausflugsziel einen neuen Namen bekäme. „Der Gipfel“ heißt er bei den TSV-lern schon heute.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Bergmesse 2018

Traditionell fand auch 2018 wieder die ökumenische Bergmesse der Schwäbischen Musikanten Gersthofen statt.

Ebenso wie in den letzten Jahren veranstalteten die Schwäbischen Musikanten Gersthofen auch 2018 wieder ihren  ökumenischen Gottesdienst auf dem Gersthofer Müllberg. Die Gläubigen, die den beschwerlichen Aufstieg auf sich genommen hatten, wurden an diesem Tag mit einem glasklaren Ausblick über das Augsburger Umland entschädigt.

 Am Gipfel wurden sie dann von dem Bläserensemble der Schwäbischen Musikanten Gersthofen, die nicht nur den Gottesdienst organisierten sondern auch musikalisch umrahmten, empfangen. Der katholische Pfarrer Ralf Gössl und sein evangelischer Kollege Dekan Stefan Blumtritt gestalteten den ökumenischen Gottesdienst.

Die besinnlichen Worte, der atemberaubende Blick über das Augsburger Land und die einfühlsamen Musikstücke luden zum Träumen ein. Die Besucher waren sichtlich beeindruckt und begeistert von der meditativen Stimmung.

Ein Dank gilt auch dem Roten Kreuz Gersthofen und der Freiwilligen Feuerwehr, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beitrugen!